Dignity Alert (German) – Keine EU-Mittel für Zwangsmassnahmen fuer reproduktive Gesundheit

Keine EU-Mittel für Zwangsmassnahmen fuer reproduktive Gesundheit

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Abstimmung in der Plenarsitzung, Mittwoch, den 20. Oktober um 12:30Uhr
 

Die World Youth Alliance, eine globalen Jugendorganisation, die sich für die Förderung und den Schutz der Würde jedes Menschen in Politik und Kultur einsetzt, bittet ihre Mitglieder einen Änderungsantrag an das Europäische Parlament bezüglich des jährlichen Haushalts 2011, über welchen am kommenden Mittwoch in Strasbourg, Frankreich bei der Plenarversammlung im Europäischen Parlament abgestimmt wird. Dieser Änderungsvorschlag wird verhindern, dass finanzielle Mittel für Entwicklungsprogramme, NGOs oder Regierungen ausgegeben werden, die an erzwungene Abtreibungen, Sterilisationen und Kindestötungen teilnehmen. WYA hat sich konsequent gegen diese indirekte Finanzierung von Zwangsmassnahmen im Ausland eingesetzt. In diesem Jahr möchten wir die Abgeordneten des Europäischen Parlaments wieder alarmieren und um Ihre Teilnahme bitten.

Die Internationale Konferenz über Bevölkerung und Entwicklung (ICPD) des Aktionsprogramms verurteilt ausdrücklich Zwangsmaßnahmen bezüglich reproduktiver und sexueller Gesundheitsprogramme, wie im Grundsatz 8, Paragraphen 6.25, 7.3, and 7.12 erklärt wird. Paare sollten das Recht haben, frei und eigenverantwortlich über die Anzahl und den Abstand ihrer Kindern zu entscheiden, ohne Zwang in irgendeiner Form. Zwangsmaßnahmen im Bereich der reproduktiven und sexuellen Gesundheit verletzen die Würde der menschlichen Person, insbesondere die Würde der Frauen. Die Europäische Union sollte keine Programmeunterstützen, die Zwangsmaßnahmen enthalten, Menschenrechte verletzen und somit notwendige Voraussetzungen für das menschliche Gedeihen und nachhaltige Entwicklungen eliminieren. Jede Unterstützung der EU für solche Programme würde einen Verstoß gegen international vereinbarte Normen und Standards darstellen.

Mehr Information zum Thema finden Sie in der Forschungsarbeit (auf Englisch), welche von der Europäischen und unabhängigen NGO CARE for Europe erstellt wurde

Um das zu vermeiden, muss der folgende Änderungsvorschlag 495 in den Haushalt der Europäischen Union aufgenommen werden (SECTION III — COMMISSION, Title 21 —Development and relations with African, Caribbean and Pacific (ACP) States):

(The European Parliament) Stresses that Community assistance should not be given to any authority, organization or programme which supports or participates in the management of an action which involves such human rights abuses as coercive abortion, involuntary sterilization or infanticide, especially where such actions apply their priorities through psychological, social, economic or legal pressure, thus finally implementing the specific Cairo ICPD prohibition on coercion or compulsion in sexual and reproductive health matters; calls on the Commission to present a report on the implementation of the EU’s external assistance covering this programme.

Bitte kontaktieren Sie Ihre nationalen Abgeordneten im Europäischen Parlament bis Mittwoch, den 20. Oktober, 12:30Uhr:

1. Unter diesem Link finden Sie eine Briefvorlage, um die Abgeordenten Ihres Wahlkreises, Ihrer Region oder Ihres Landes kontaktieren zu koennen,

2. Folgen Sie diesem Link, um die Abgeordneten Ihres Wahlkreises, Ihrer Region oder Ihres Landes zu finden,

3. Personalisieren Sie den Brief und schicken Sie ihn an Ihren Stellvertreter bis Mittwoch, den 20. Oktober um 12:20Uhr  

Vielen Dank, jeder Brief und jede Stimme zählt! Fragen bezüglich des Themas beantworte ich gerne.

Marie-Caroline Leroux

Director

World Youth Alliance – Europe

Rue Belliard 23A, bte 6
B-1040 Brussel, Belgien
Phone: +32(0)2 732 7605